| Aktivitäten Projekte |
Das Schweineauge - Eine große Schweinerei oder ein großes Erlebnis? Schule ist manchmal eben doch mehr als trockene Theorie. Das durften die angehenden Augenoptiker des 2. Ausbildungsjahres der Klasse AUO 09a jetzt auch erfahren. Frau Bergholz präsentierte uns die Schweineaugen in einer Kunststofftüte. Manchen von uns wurde schon vom bloßen Anblick der Augen schlecht. So war es auch nicht sehr verwunderlich das manchen Auszubildenden die ach so trockene Theorie gar nicht mehr so „Trocken“ erschien. So suchten sie anstelle des Sezierens schnell das Weite – nämlich Zimmer 211. Die Hartgesottenen von uns gingen hingegen rasch ans Werk. Die Rasierklinge wartete ja schon. |
|
![]() |
![]() |
Nicht wirklich verwunderlich. Oder? |
Also wurde der Arbeitsplatz vorbereitet |
| Das Auge, so bemerkten wir schnell, ist doch relativ „hart“ und sehr elastisch. Der Sehnerv war im Verhältnis zum Auge doch sehr groß. Nach dem Bindegewebe, Muskulatur und Fettgewebe entfernt wurden ging es ans „Eingemachte“. Vorsichtig wurde die Hornhaut eingeschnitten um die Linse frei zu legen. Dabei kam es wie es kommen musste: Die Linse nahm einen energiearmen Zustand ein – die Form einer Kugel. Erstaunlich war jedoch das sie, wenn man sie aus 30 cm fallen ließ einen großen Satz machte. Durch ihre Elastizität sprang die Linse wieder in die Luft. Wir konnten uns bei dieser Beobachtung wirklich von dieser Eigenschaft überzeugen. Außerdem sahen wir die vergrößernde Wirkung sehr gut. | |
![]() |
![]() |
Nachdem die Linse aus der Hülle des Auges heraus war, drückten wir den Glaskörper aus dem so entstandenen Loch. Nach der Konsistenz des Glaskörper zu urteilen, kann man ihn am ehesten mit dem Hühnereiweiß vergleichen. Nachdem der Glaskörper das Auge verlassen hat und wir den Rest der Augenhäute umgestülpt hatten, war die freie Sicht auf die Aderhaut gegeben. Von ihrer Beschaffenheit wirkt sie in der Realität doch ein wenig anders, als unsere theoretische Vorstellung war. Sobald sie trocken war wirkte die Aderhaut eher wie ein feines Pulver. Fazit: Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber eine willkommene Abwechslung zur Theorie. Außerdem bringt es uns Schülern das Auge naher und wir haben unsere theoretischen Kenntnisse vertieft. Die von uns seziert hatten, hatten sichtlich Spaß und waren mit vollem Engagement dabei. Nico Ruschitzka |
|
![]() |
![]() |