| Aktivitäten Projekte |
Den Lichtstrahlen des Riesenteleskops auf der Spur Die Besucher des Optikparks sind beeindruckt vom Brachymedial-Fernrohr durch seine Größe, seine Konstruktionsart und seine Gestaltung. Durch Zeichnungen und Vorführungen werden sie über weitere Details zum optischen Aufbau des „Rolfschen Fernrohres“ informiert.
Mit einer Sonderausstellung im Optikpark, die zur Langen Nacht der Optik eröffnet wird, soll der Besucher umfassende Informationen zur Person, zum Konstrukteur und zum Hobbyastronomen Edwin Rolf erhalten. Anlass zu dieser Ausstellung ist sein 20. Todestag. Das im Optikpark das unter Denkmalschutz gestellte größte Brachymedial-Fernrohr der Welt steht, ist vielen in der Zwischenzeit bekannt. Wie aber der Weg der Lichtstrahlen in diesem Fernrohr, vom Strahleneingang bis zur Betrachtung verläuft, wurde bisher nur durch Zeichnungen dokumentiert. Bei der Erarbeitung des Ausstellungskonzeptes durch Rolf Merkel, entstand die Idee, den Strahlenverlauf des Brachymedial- Fernrohres in einem optischen Modell in die Ausstellung einzubeziehen. Herr Merkel, der bereits gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Auszubildenden und den Lehrern Frau Brandstäter und Herrn Muchin des Oberstufenzentrums in Rathenow bei der Realisierung anderer Projekte hat, ist mit seiner Idee an uns im März 2011 herangetreten. Lehrer und Auszubildende erklärten sich nach Abstimmung mit der Leitung des OSZ Havelland bereit, in einem gemeinsamen Projekt mit Optikspezialisten ein maßstabgerechtes Modell für die Sonderausstellung zu berechnen und anzufertigen. |
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Wir Mitglieder der Projektgruppe möchten den Besuchern dieser Sonderausstellung anhand dieses Modells das optische Prinzip und den Strahlenverlauf darin anschaulich und realistisch zeigen. Die Augenoptiker-Auszubildenden Stefanie Müller und Fabienne Wendt aus dm 3. Lehrjahr haben die Umrechnungen der optischen Bauteile des Brachymedial- Fernrohres und ihrer Abstände zueinander auf einen vorgegebenen Maßstab durchgeführt.
Diese Umrechnungen waren erforderlich, um das anzufertigende Modell in einer Vitrine unterzubringen.
Mit den so ermittelten Daten werden die optischen Bauelemente wie Linsen, Spezial- und Planspiegel hergestellt.
Dabei unterstützen uns Rathenower Optikfirmen und private Helfer. Die Einspeisung der Lichtstrahlen erfolgt mittels Laser und der Verlauf dieser Strahlen durch die Optikteile ist somit gut sichtbar.
Viele Berechnungen wurden durchgeführt, viele Versuchsaufbauten danach erprobt und verworfen und eine Lösung gemeinsam gefunden. Zu den wertvollen Helfern des anspruchsvollen Projektes zählen die aktiven Rentner Herr Merkel, Herr Ortmann und Herr Görn sowie Herr Behnke von der RO GmbH und der verantwortliche Mitarbeiter des Optikparks für das „Rolfsche Fernrohr“ Frau Forst und Herr Stefaniak. Bei allen Helfern möchte sich das OSZ Havelland ganz herzlich bedanken.Über die Einschätzung der beiden Auszubildenden durch Herrn Merkel zur qualifizierten und selbständigen Arbeit der beiden Auszubildenden und ihren Eifer hat sich das Kollegium des OSZ Havelland sehr gefreut. Beide Azubis sind sehr engagiert bei der Realisierung des anspruchsvollen Projektes und wenden ihr Fachwissen, dass sie sich in den drei Ausbildungsjahren an unserer Schule angeeignet haben, sehr gut an. Die Besucher der Ausstellung können sich ab 28. Mai 2011 die Projektarbeit, den Strahlenverlauf des Brachymedial- Fernrohres im Optikpark, in einem Modell ansehen. Jana Brandstäter |
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| Ausstellung im Optikpark 2011
Anlass: ● 20. Todestag von Edwin Rolf- Konstrukteur des Brachymedial-Fernrohrs ● Erste Leuchtfeueroptik Deutschlands vor 135 Jahren aus RathenowInformationen für Besucher des Optikparks zu zwei historisch bedeutsamen ingenieurtechnischen Entwicklungen aus der Stadt der Optik. Bezug auf die im Optikpark zu besichtigen technischen Kulturgüter ● größtes Brachymedial-Fernrohr der Welt ● Leuchtturm mit historischer Spezialoptik aus Rathenow |
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Der Besucher des Optikparks soll Aufklärung darüber erhalten, warum diese großen Exponate im Park aufgestellt sind, welche Bedeutung sie haben und welche technischen Parameter ihnen zugrunde liegen. An vielen Präsentationstafeln werden die Personen und Firmen vorgestellt, die diese bedeutsamen Entwicklungen und Konstruktionen hervorgebracht haben. In mehreren Vitrinen werden wertvolle Dokumente, historische Arbeitsgeräte und Aufnahmen gezeigt, die einen Einblick in die Entwicklung der speziellen optischen Bauteile ermöglichen. Den Besuchern wird das optische Prinzip, der Strahlenverlauf im Brachymedial- Fernrohr, in einem Modellaufbau gezeigt. Auszubildende des OSZ in Rathenow haben ihr Wissen dazu eingebracht. Sie erhalten Informationen über die Funktionsweise von Leuchtfeueroptiken, die historische Bedeutung der Leuchttürme und wie der schwierige Weg von der Ostsee an die Havel gemeistert wurde. Die Ausstellung wird zur dritten langen Nacht der Optik, am 27. Mai 2011 eröffnet Konzept und Texte der Ausstellung von Rolf Merkel |
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| „zur Person E. Rolf“
Edwin Rolf, geb. am 14. Februar 1899 in Oberhohenelbe/Riesengebirge, erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers und Elektrikers. Im Fernstudium qualifizierte er sich zum Maschinenbau- und Elektroingenieur.
1929 fertigte er in seiner Maschinenfabrik in Kottwitz b. Arnau das erste eigene Medialfernrohr mit einer Öffnung von 206 mm an. Er stellte viele astronomische Fernrohre, Kameras sowie optische Systeme her, hielt Vorträge und wurde dadurch bekannt. |
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Mit seiner Frau Irma, die er 1937 heiratete, zog er 1940 in die Stadt der Optik Rathenow.
Er arbeitete bis zum Ende des 2. Weltkrieges bei der Emil Busch AG.
Danach führte E. Rolf privat weitere Berechnungen zu Brachymedial-Fernrohren durch, konstruierte und fertigte in eigener Werkstatt verschiedene astronomische Fernrohre.
Von 1949 bis 1953 wurde von ihm für das größte Brachymedial-Fernrohr der Welt die Optik berechnet, das Fernrohr hergestellt und aufgebaut auf seinem Grundstück. Er wurde wissenschaftlich- technischer Mitarbeiter der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin und erhielt viele Urkunden. In seiner Sternwarte in der Leibnitzstraße Rathenows gab er den Jugendlichen sein Fachwissen weiter. Am 25. März 1991 ist E. Rolf in Rathenow gestorben. An seine Ideen, Berechnungen und Konstruktionen, an das besondere Talent zu improvisieren und an sein Bestreben, die Amateurastronomie zu vermitteln, erinnert das Fernrohr im Optikpark. Konzept und Texte der Ausstellung von Rolf Merkel |
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„zur Ansiedlung in Rathenow“ Mit einer Anzeige suchte die Emil Busch AG aus Rathenow einen Ingenieur für Feinmechanik. Am 22. Juli 1940 hat E. Rolf in einem Brief an die Firma Interesse an einer Anstellung bekundet. Beide Seiten wurden sich einig, die Firma bezahlte den Umzug und E. Rolf wurde bei der Firma, die in Serien astronomische Fernrohre herstellte, angestellt. Wegen seiner Kenntnisse in der Anfertigung von Spezialoptiken, der Herstellung von Schleifmaschinen für diese Optiken und der Konstruktion von astronomischen Geräten wurde er ein wertvoller Erfahrungsträger für die Rathenower Firma. Konzept und Texte der Ausstellung von Rolf Merkel |
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