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Jena trifft auf Rathenow

Ein weiterer Höhepunkt in unserer Ausbildung zum Augenoptikergesellen/in fand am 13.Dezember 2010 statt. Unsere Klasse AuO 8a befindet sich in der dualen Ausbildung am Oberstufenzentrum „Havelland“ in Rathenow. Die Stadt der Optik mit über 200 Jahre Tradition. Innerhalb unserer Ausbildung organisierte unsere Klassenlehrerin, Studienrätin Christine Bergholz, die unterschiedlichsten Veranstaltungen, wodurch wir unsere Lehrinhalte in sehr anschaulicher Form und mit vielen praktischen Übungen besser vertiefen konnten.

Wir bekamen am 13. Dezember 2010 Besuch von der Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“ aus Jena. Zu uns kamen zwei Dozenten und gaben uns einen Überblick über die Themen Low Vision und Kontaktlinsen. Frau Anke Hendrich und Herr Martin Schulowski gestalteten die Seminare sehr spannend und belebten sie mit vielen praktischen Übungen.Begonnen haben wir mit einer Präsentation über die Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“. Sie  gehört zu einer der ältesten Fachschulen Deutschlands. Durch verschiedene Aspekte, die sich sowohl auf den Studentenalltag als auch auf die Freizeitgestaltung bezogen, wurde uns die Fachschule äußerst schmackhaft gemacht.

Das Motto der Fachschule: „Per Aspera Ad Astra“ (Durch Widrigkeit zu den Sternen ) zeigt allen Studenten und Bewerbern, dass sich die Mühe im Studium am Ende lohnen wird. Durch modernisierte Seminarräume, praxisbezogenen Übungen und fachübergreifenden Unterricht werden Stundeten ausreichend auf den späteren Berufsalltag vorbereitet. Um uns erste Einblicke zu verschaffen, hielt Frau Hendrich einen Vortrag über Kontaktlinsen. Wir verglichen die Vorteile und Nachteile von Kontaktlinsen mit denen der Brille. Wir lernten die Unterschiede zwischen formstabilen und hydrophilen Kontaktlinsen kennen. Die Einsatzbereiche beider Linsenarten vertieften wir durch interessante praxisbezogenen Beispielen.

Weitere Punkte des Vortrages waren die Voruntersuchung, der Ablauf bei einer Kontaktlinsenanpassung und die Pflegemittel. Für uns Auszubildende war ein sehr interessanter Teil des Seminars die Prüfung der Kontaktlinsen. Dazu wurden uns die verschiedensten Linsen ausgeteilt, welche wir kontrollierten, prüften und pflegten. Wir beobachteten und beurteilten den Unterschied zwischen der richtigen und falschen Lage von hydrophilen Linsen. Anschließend testeten wir die Stabilität solcher Linsen, indem wir versuchten die Linsen durch kräftiges ziehen zu beschädigen. Nachdem wir festgestellt hatten, dass die Linsen eine Menge aushalten, unterbreitete uns Frau Hendrich das Angebot Freiwilligen eine weiche Linse einzusetzen. Zwei freiwillige Probanten fanden sich und wir konnten zuschauen wie Kontaktlinsen richtig eingesetzt und heraus genommen werden.

Um einen realistischen Vergleich zwischen hydrophilen und formstabilen Linsen zu erhalten, bekam jeder Auszubildende eine Linse. Hauptsächlich ermittelten wir die Größe der Linse und beschäftigten uns mit der richtigen Pflege der Kontaktlinsen.Zum Abschluss im Kontaktlinsenseminar besprachen wir noch häufig gestellte Kundenfragen.  Gerade hierbei lernten wir wichtige Fakten die uns bei ersten Kontaktlinsenberatungen weiter helfen werden.

Herr Schulowski führte uns in die Bereiche der vergrößernden Sehhilfen ein. Mit einer interessanten Power point, vielen anschaulichen Demonstrationsmitteln und großen Erfahrungen lernten wir einiges über diese Thematik. Wir begannen mit der Einteilung der vergrößernden Sehhilfen, deren Einsatzmöglichkeiten und Handhabung. Herr Schulowski zeigt uns geduldig die Leseabstände und die verschiedensten Verhaltensmuster der Kunden. Natürlich vertieften wir unsere Kenntnisse im Umgang mit den Kunden und der angepassten Beratung. Im anschließendem Praktika hatten wir die Möglichkeit die Lupen und die vielen anderen  vergrößernden Sehhilfen auf Herz und Nieren zu prüfen und im Einsatz zu testen. Wir hatten sehr viel Spaß dabei.

Alle Informationen und praktische Übungen  aus den Vorträgen von Frau Hendrich und Herrn Schulowski brachten für uns ein weiteres Mosaikteilchen für unsere berufliche Zukunft. Daher können  und möchten wir uns noch einmal herzlich bei den Dozenten der Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“ aus Jena bedanken.

Sara Schniegler

AUO 8a