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„Investitionen in Steine und Köpfe“

Unter diesem Stichpunkt hatte Herr Heineke von der Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik GEKO e.V. mit Herrn Czarnofski, Lehrer am OSZ, zusammen, zu einem Projektunterricht am 17.11.09 die Klassen FOS 08 Technik und die EEG 08a des OSZ Havelland in Friesack eingeladen, genauere Informationen über eine zukünftige europäische Politik zu erhalten.

Schon in der Vorstellung seiner Person verwies Herr Heineke auf den Umstand der geringen Wahlbeteiligung zur letzten Europawahl und eines bestehenden Desinteresses in der Bevölkerung. Gleichzeitig verwies er aber auch auf den unmittelbaren Zusammenhang mit dem gegenwärtigen Dasein der Jugendlichen an unserer Einrichtung. Schließlich ist auch die Modernisierung unseres  OSZ Havelland durch europäische Mittel gefördert worden. In seinen anfänglichen Ausführungen verwies er ebenfalls auf die neue Strategie der Förderung im Land Brandenburg, die heute unter dem Motto „Stärken stärken“ steht.

Weiter ging es mit einem historischen Abriss, der mit den Jugendlichen gemeinsam erarbeitet bzw. wiederholt wurde. Der Stichpunkt der „Schaffung gleicher Lebensverhältnisse“, war der  Aufhänger für die Frage, warum bestimmte Regionen in der EU gefördert werden. Anhand der Karte „EU- Kohäsionspolitik 2007 bis 2013“ konnten wir die förderfähigen Regionen ersehen. Dabei erfuhren wir, dass Deutschland ein sogenannter Nettozahler ist, der mehr in die EU hinein gibt als er heraus bekommt. Indirekt erhält Deutschland als sogenannter Exportweltmeister natürlich trotzdem mehr. Im Zeitalter der Globalisierung, und das war natürlich auch eine Botschaft von Herrn Heinicke, müssen wir über Grenzen hinweg denken. Mit den 4 Grundfreiheiten der ursprünglichen EWG war das ja auch schon vor ca. 55 Jahren so angedacht.

Aber wo und wie zieht man eigentlich die europäische Grenze ? Politisch, physisch, ökonomisch, religiös oder historisch- kulturell? Ein Kriterium für die Unterstützung ist natürlich die Angabe des Bruttoinlandproduktes (BIP). Anhand von London und Bukarest konnten wir die Spanne der Lebensverhältnisse feststellen. Aber selbst im Land Brandenburg haben wir ein „Nord- Süd- Gefälle“.

Dieses zu beseitigen, stellte uns Herr Heinicke die verschiedenen Förderinstitutionen, u.a. den EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung), den ESF (Europäischer Sozialfond) und den ELER ( Europäischer Landwirtschaftsfond ) vor. Warum diese Förderung notwendig ist, wurde uns am Beispiel der demographischen Entwicklung vorgestellt.

15 Wachstumskerne wurden uns diesbezüglich im Land Brandenburg vorgestellt.

Gemeinsam tauschten wir uns noch über unsere Befindlichkeiten in Bezug auf die EU aus. Nicht nur für die Fachabiturienten stellt ein einheitliches Europa eine Perspektive dar.

Vielen Dank für die Veranstaltung.

Klassen FOS 08t und EEG 08a