| Aktivitäten Exkursionen |
Bildungsreise Nach Jena der Klassen AUO 8a und AUO 9b Wir die Auszubildenden des 1. und 2. Ausbildungsjahres zum Augenoptiker des Oberstufenzentrums Havelland absolvierten nach der Zwischenprüfung eine Bildungsreise nach Jena. Unsere Reise begann am 29. Juni 2010. Wir hatten uns viel vorgenommen und hatten deshalb einen vollen und sehr interessanten Veranstaltungsplan. Unsere erste Station war Magdeburg. Hier besuchten wir auf dem ehemaligen BUGA – Gelände den Jahrtausendturm. Dieser bietet, als der höchste Holzturm der Welt, viele Attraktionen, Experimente und Modelle rund um die Naturwissenschaften und der Optik. Wir erlebten viele lustige und spannende Versuche. Dann tauchten wir in das Mittelalter ein und erfuhren Neues über die Architektur der alten Römer. Ihre Lebensweise, ihre Kultur und ihre hygienischen Möglichkeiten konnten wir anfassen und so nach empfinden. Wir besichtigen eine Toilettenanlage und das Flair ihrer Benutzung war uns gegenwärtig. Das Besondere dieser Anlage lag in ihrer Beschaffenheit. Sie konnte von gleichzeitig maximal 15 Personen genutzt werden. Nach den interessanten Führungen durch den Turm stärkten wir uns und fuhren weiter nach Jena. Angekommen in Jena erlebten wir die Stadt, genossen einige Eisbecher und gingen shoppen. Am Frühabend erfolgte unser check in im Hotel. Die angenehme Atmosphäre der Zimmer, das nette Personal und das wohlschmeckende Essen hat uns auf das Planetarium wohl gestimmt. Mit unseren Bus ging es dann zum dienstältesten Großplanetarium der Welt. Im Zeiss – Planetarium schauten wir uns eine Musikshow „Star Rock Universe“ mit realistischen und surrealen Elementen an. Der modernste Planetariumsprojektor der Welt, welcher rechnergesteuert mit Glasfaseroptik versehen ist, ließ uns Lehrlinge erkennen wie Laseranlagen funktionieren. Anschließend genossen wir unsere abendliche Freizeit und ließen die Ereignisse des Tages Revue passieren. Wir durchstreiften die Stadt, erkundeten Bars und verbrachten einen schönen, wohltemperierten Abend in gemütlicher Runde. Am Mittwoch startete der große Museumsmarathon mit dem optischen Museum. Bei unserer Reise durch die Geschichte der Optik vom Mittelalter bis in die Gegenwart, sahen wir Brillen zum Sehen und Gesehen werden, Instrumente zur Augenuntersuchung, Fernrohre und Mikroskope. Außerdem lernten wir Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott kennen, welche die Begründer der optischen Industrie in Jena waren. Zur Mittagszeit besichtigten wir das Glasmuseum und die Schottvilla. In ihr lebte und arbeitete Otto Schott. Dort erklärte man uns wie es zur Herstellung von Borosilikatglas und Lithiumglas kam. Dieses Glas nutzt man für den häuslichen Gebrauch und als neuartiges Glasmaterial für die Optik. Diese Gläser waren ohne Glasfehler (z. B. Blasen) herstellbar und außerdem säure- und hitzebeständig (Reagenzgläser, Teekannen, Jenaerglas). Was eine Revolution in der Glasgeschichte war. Die letzte Station des Tages war die Fachhochschule, wo uns Prof. Dr. Ing. Gebhardt Informationen über unsere Weiterbildungsmöglichkeiten gab. Weiterhin erhielten wir eine kurze Führung durch die Räumlichkeiten der Fachhochschule. Dort erklärte und zeigte man uns die Augenüberprüfung von Kontaktlinsenträgern und auch andere optisch wertvolle Geräte, bevor aus auf den Rückweg nach Rathenow ging. Diese Bildungsreise nach Jena vertiefte unser schon vorhandenes Wissen, brachte uns neue Erkenntnisse und Erfahrungen und zeigte uns einen möglichen Weg in unsere berufliche Zukunft. Zum Schluss möchten wir uns ganz herzlich bei Frau Bergholz und Frau Scholz bedanken, die uns diese Fahrt ermöglichten und so toll organisierten. Außerdem gilt unser Dank den Mitarbeitern des Jahrtausendturms, des Planetariums sowie des optischen Museums der Ernst Abbe Stiftung, des Glasmuseums, der Schott Villa und der Fachhochschule Jena für ihre interessanten Führungen und Erläuterungen. Ganz besonderen Dank widmen wir unseren Busfahrer Rainer vom Busunternehmen „ERDMANN´s Reisedienst“, welcher uns sicher und direkt an unsere Ausflugsziele brachte. Im Namen der Klassen AUO 8a und AUO 9b Franziska Herold, Jennifer Molkenthin und Mandy Röger |
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| Mexikaner im Planetarium
Am Spätnachmittag des Dienstags trafen wir nun endlich im Hotel ein. Nachdem wir erfolgreich im Hotel eingecheckt und ein reichhaltiges Abendbuffet genossen haben, hatten wir noch kurz Zeit uns aufzufrischen um dann anschließend standesgemäß zum Planetarium Jena chauffiert zu werden. Das schon in die Jahre gekommene Bauwerk überzeugte durch seinen rustikalen Charme. Das Beste waren jedoch die zurückgelehnten Stühle, die auch einem mehrstündigen Besuch ermöglicht hätten. Völlig geschafft von dem subtropischen Klima des zurückliegenden Tages konnte man in den Gesichtern einiger Schüler nur schwer das Interesse an unserem Sternenhimmel bzw. einer Laser- und Musikshow erahnen. Doch es sollte alles anders kommen. Der Planetariumsleiter stimmte uns noch kurz mit einigen Worten zum „Stäähnscheen“ schauen ein. Sechs Beamer und ein leistungsstarker Computer wandelten dann das Planetarium in eine gewaltige Kinoleinwand um und sorgten für unsere Aufmerksamkeit. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hatten sich die Mägen wieder langsam beruhigt und man konnte genussvoll durch die ganze Welt schweben. Von der Unterwasserwelt ausgehend, vorbei an tanzenden Menschen in skurrilen Bauwerken bis zum Aufstieg auf Wolke 7 und schließlich im kompletten All war alles vertreten. Unterlegt wurde dies durch eine abwechslungsreiche Musik aus Rock und Pop. Schnell war eine Stunde herum und wir konnten uns selbst, gestrandet auf einem anderen Planeten beobachten. Abschließend lässt sich sagen, dass der Besuch im Planetarium sehr aufregend und mitreißend war. Nur überhaupt nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Christin Wolfgram |
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| „Nur das, was nützlich ist, kann eine Wissenschaft für sich bilden.“ R.Bacon
Am 29.Juni 2010 gingen die Augenoptikerklassen auf Entdeckungstour der über 6000 Jahre alten Geschichte im Magdeburger Jahrtausendturm. Mit seiner interessanten Gestaltung zog der Turm schon aus dem Bus die interessierten Blicke auf sich. Mit seiner außergewöhnlichen Form einer tropischen Seeschnecke stellte er 1999 die Hauptattraktion und Wahrzeichen der Bundesgartenschau da. Das Konzept für das Gebäude und der integrierten Ausstellung stammt vom Schweizer Bildhauer Johannes Peter Staub. In nur 6 Monaten wurde der aus 5.500 m3 Holz bestehende Turm auf einer ovalen Grundfläche errichtet. Der Jahrtausendturm ist mit seinen 60 Meter Höhe, der höchste aus Holz gebaute Turm der Welt. Die Auo08a bekam nun eine Führung durch die 6000 Jahre Wissenschafts- und Technikgeschichte der Menschheit. In 8.030 m Ausstellungsfläche werden nun die Erfindungen von den Schülern besichtigt und sogar experimentell getestet. Der Schulstress und die einen Tag zuvor geschriebene Zwischenprüfung konnten für einige Stunden vergessen werden, denn die Schüler hatten viel Spaß die Ideen der damaligen Zeit mit Leib und Seele zu verfolgen. Von Ebene eins bis sechs konnte man sich durch die Frühgeschichte der Menschheit über die Antike, das Mittelalter, die Frühe Neuzeit und die Gegenwart führen und zurückversetzen lassen. Begeisterung und Freude machte sich bei den Schülern breit. Fragen die aufkamen, konnten von den Ausstellungsbetreuern der Otto-von-Guericke-Gesellschaft beantwortet oder durch Experimente veranschaulicht werden. Auch die ausgestellten Zitate, die auf großen Leinwänden gedruckt wurden, taten ihr übriges in der damaligen Zeit zu schwelgen. Ein besonders schönes soll dieses Erlebnis der Ausstellung reflektieren. „Nur das, was nützlich ist, kann eine Wissenschaft für sich bilden.“ R.Bacon Zum Schluss der Besichtigung, setzte der Panoramablick die Krone auf unseren Ausflug, denn bei diesem wunderbaren Sommertag konnte man den Blick auf den Elbauenpark, über Magdburg und sogar bis hin zum Broken im Harz genießen. Bevor es nun weiter mit dem Bus auf Exkursionsfahrt nach Jena ging, konnten alle Schüler noch etwas Freizeit genießen. Manche verbrachten die Zeit im Jahrtausendturm, um noch mehr Einblicke der Geschichte zu erhaschen, andere saßen gemütlich in der Sommersonne beisammen und andere haben sich beim Sommerrodeln vergnügt. Stefanie Möschk und Fabienne Wendt |
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