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Exkursion der Klasse KFB 07b am 25.02.2010

Am 25.02.2010 unternahmen wir, die Klasse KFB 07b, gemeinsam mit unserem Klassenlehrer, Herrn Ziethen, eine Exkursion zu Herlitz nach Falkensee.Die Führung im Herlitz-Werk Falkensee (Bahnhof Seegefeld), derzeit bekannt unter dem Namen E-Com, begann mit einer netten Begrüßung durch Herrn Kosakow, welcher uns durch alle Bereiche des Herlitz-Werkes führte und somit während der gesamten Zeit Rede und Antwort stehen musste.

Was haben wir alles gesehen?

Angefangen hat die Führung im Wareneingang. Weitere Bereiche die wir uns ansehen konnten waren: Produktion von Brief- und Versandtaschen sowie  Blöcke und Hefte, Kommissionierung, Hochregallager, Kastenlager, Postabteilung und Warenausgang. Für die Fertigung von Papierartikeln werden Papierrollen gekauft, welche 17,3 km lang sind – das entspricht ungefähr einer Strecke von Falkensee nach Nauen – und in ca. 1 Stunde verarbeitet sind. Eine Papierrolle kostet 650,00 € und wird aus Finnland geliefert. Herlitz ist deutschlandweit der einzige Hersteller von Papiererzeugnissen, welcher eine ED-Hardy Lizenz besitzt.

Von der Firmengründung bis heute

Das Unternehmen Herlitz wurde 1904 von Carl Herlitz als Papier- und Schreibwaren-Großhandlung in Berlin-Schöneberg gegründet. Während des 2. Weltkrieges wurden die Geschäftsräume durch Kriegseinwirkungen völlig zerstört.  Die Geschäftstätigkeit kam zum Erliegen. Nach Kriegsende wurde der Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen. Bereits in den 50er Jahren beschäftigte die Firma Carl Herlitz 50 Mitarbeiter. Bedingt durch die Ereignisse um den 17. Juni 1953  begann die eigene Fertigung an Schreibwarenprodukte, u.a. Schulhefte, Briefblöcke und Karteikarten. 1960 gelang dann der Durchbruch auf dem „westdeutschen Markt“. Ab da an verdoppelte sich der Umsatz stetig, wie nachstehend angegeben:

  • 1960: 2 Mio. Euro
  • 1969: 12 Mio. Euro
  • 1972: 20 Mio. Euro
  • 1974: 36 Mio. Euro
  • 1980: 87 Mio. Euro
  • 1985: 267 Mio. Euro
  • 1990: 454 Mio. Euro
  • 1994: 885 Mio. Euro.

Weitere Firmenveränderungen ergaben sich wie folgt:

  • 1972 Firma Carl Herlitz in eine Aktiengesellschaft umgewandelt
  • 1974 Inbetriebnahme des ersten Hochregallagers mit 6.000 Palettenplätzen Gründung der Herlitz GmbH
  • 1975 Bau einer fertigen Fabrik in Bagdad (größter Auftrag mit 38 Mio. DM)
  • 1977 Börsengang von Herlitz,
  • 1978 die Firma Paul Zoecke GmbH/Berlin wurde übernommen (Sortimentserweiterung um Glückwunschkarten)

In den 80er und 90er Jahren erfolgten weitere Firmenkäufe und Filialeröffnungen in ganz Deutschland sowie im Ausland (Niederlande, Polen, Schweiz, Frankreich, etc.) .

  • 1985 wurde das Versandzentrum in Berlin-Spandau bezogen (mit dem damals größten Hochregallager der Welt mit über 70.000 Palettenplätzen)
  • 1987 Gründung der McPaper GmbH
  • 1991 Bau des Versandzentrums Falkensee/ 1994 Inbetriebnahme
  • 1994/95 Zukauf einer Papierfabrik in Russland zum Desaster, darüber hinaus misslang der Einstieg ins Immobiliengeschäft.
  • 1996 Umwandlung der Herlitz AG in eine Holding
  • 1997 die Firma schrieb einen Verlust von 51 Mio. Euro
  • 2002 stellte Herlitz AG einen Insolvenzantrag, Neuausrichtung des Unternehmens
  • 2004 100-järiges Jubiläum, 1 Mio. Euro Gewinn wurde gemacht

Nach dem Jubiläumsjahr hatte man alles Notwendige getan, um den Herlitz-Konzern wieder dahin zu bringen, wo er einst war. Herlitz führt ein Sortiment von rund 12.000 Artikeln des Papier-, Büro- und Schreibwarenbereichs. Hierzu gehören neben den klassischen Schulartikeln wie Hefte, Zeichenblöcke, Buntstifte und Lineale auch Schulranzen, Schüleretuis und Zirkel. Im Bereich der Büroartikel sind hervorzuheben Ordner, Schnellhefter, Locher und Ablagesysteme. Zum Komplett-Sortiment gehören weiterhin Glückwunschkarten, Geschenkpapier, Party- und Picknick-Artikel genauso wie Schreibgeräte (Füllhalter, Kugelschreiber, Bleistifte). Im November 2009 wurde bekannt, dass Herlitz von Pelikan International übernommen wird. Die Zeit wird zeigen, was weiterhin mit dem Unternehmen passiert.

Abschließend möchten wir uns bei dem Unternehmen Herlitz für die Möglichkeit der Firmenbesichtigung bedanken. Unser ganz besonderer Dank geht an Herrn Kosakow, der uns mit Begeisterung durch alle Bereiche des Herlitz Sitzes in Falkensee führte.

KfB 07b

Das Herlitz-Haus in Falkensee
Der Zugang über die Straße
Beim Vortrag über die Historie
Vielen Dank für die interessanten Einblicke