Methodentage am Beruflichen Gymnasium des OSZ Havelland
„Ohne geeignetes Werkzeug kann der beste Handwerker nichts ausrichten.“ Dieser Satz leuchtet jedem ein. Um die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs am Beruflichen Gymnasium im Schulteil Nauen des OSZ Havelland fit zu machen für ihre tägliche "Lernarbeit" in den verschiedenen Fächern, veranstalteten wir am 25. und 26.09.2008 auf Tutorgruppen-Basis das OSZ-Methodentraining. An insgesamt fünf Stationen setzten sich die Arbeitsgruppen mit verschiedenen Schwerpunkten auseinander.
Station I (Frau Sawitzki): Welcher Lerntyp bin ich und welchen Nutzen ziehe ich daraus?
Ausgehend vom Feststellen seines eigenen Lerntyps erfuhr jeder Teilnehmer, welche Lernstrategien es gibt, worauf es dabei ankommt und wie er diese für seinen Lerntyp am besten einsetzen kann.
Station II (Herr Dünnebier): Wie bereite ich Vorträge vor?
Schwerpunkte waren hier insbesondere Hinweise zur Themenfindung sowie Themenabgrenzung, Ratschläge zur effektiven Recherche nach Material in Literatur und Internet bis hin zur Aufbereitung der gewonnenen Ergebnisse.
Station III (Frau Bräunlich): Worauf kommt es beim Halten von Vorträgen an?
Das Ausprobieren von Vortragsvarianten (freie Rede, ausformuliertes Skript, Themenkärtchen, Stichpunktzettel) mit ihren Stärken und Schwächen bilden den Mittelpunkt dieser Arbeitsstation. Ergänzende Übungen zum Einsatz von Sprache, Körpersprache, Gestik und Mimik sowie Überlegungen zu Vor- und Nachteilen des Einsatzes verschiedener Medien rundeten das Thema ab.
Station IV (Herr Gutzmer): Wie strukturiere ich Inhalte sinnvoll? + Merktechniken + Mitschreib-Tipps
Sooo viel Material – wie jetzt weiter? Gerade Quellen aus dem Internet bescheren eine wahre Flut an Informationen, die es zu sichten, abzuwägen, zu strukturieren, zu verdichten und in sinnvolle Zusammenhänge einzuordnen gilt. Dazu gab es Tipps zum gezielten Lesen (5-Schritt-Lese-Methode), Übungen zum Setzen von Schwerpunkten, Gliedern in Abschnitte sowie Finden von Schlüsselwörtern. Am Schluss wurden Beispiele zum gezielten Anfertigen von Mitschriften im Unterricht untersucht, ergänzt um Verfahren, Unterrichtsinhalte bereits in der Stunde einzuschätzen und zu bewerten (Randsymbole, Strichmännchen-Methode)
Station V (Frau Jenke): Wie gestalte ich Bildschirmpräsentationen erfolgreich?
Zunächst wurden allgemeine Dinge rund um eine Bildschirmpräsentation geklärt (Auditorium, Einstieg, Verhältnis von Präsentation zu Vortrag, Visualisierung, Einbeziehen der Zuhörer/Zuschauer). Das KISS-Konzept (Keep It Straight and Simple) wurde als Kerngedanke herausgearbeitet, verknüpft mit weiteren Überlegungen zur äußeren Form. Der letzte Teil war der Gestaltung der eigentlichen Präsentation vorbehalten (fachliche Sicherheit, Kenntnis der Folienreihenfolge, Spracheinsatz, Handzettel).
Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler nach Ende der Methodentage signalisierten folgendes: sehr brauchbare Hinweise, sehr informativ und nützlich, jedoch zu wenig Zeit zum Probieren, dadurch ein überhöhter Theorieanteil
In diesem Schuljahr konnten die OSZ-Methodentage aus organisatorischen Gründen leider nur an zwei Tagen abgehalten werden, sodass das Feedback der Teilnehmer auch so zu erwarten war. Für künftige Vorhaben dieser Art haben sich die Organisatoren bereits notiert, den Praxisanteil für diese methodischen Übungen deutlich zu erhöhen, denn …
Was Du mir sagst, vergesse ich.
Was Du mir zeigst, daran erinnere ich mich.
Was Du mich tun lässt, das verstehe ich.
F. Gutzmer, Org.-Verantw. |