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Frau Finn vom Blinden- und Sehbehindertenverband berichtet über ihre Hornhauttransplantation im Schulteil Rathenow Es grenzt schon an ein Wunder, als die zierliche, fast 80 jährige Frau Finn aufstand und zu reden begann. Alle drei Ausbildungsklassen des OSZ Havelland im Schulteil Rathenow, darunter das wohl lauteste 1.Lehrjahr der Augenoptiker seit langem, waren plötzlich für 90 min gebannt von soviel Lebensenergie und ließen sich von dem Charme und dem trockenen Humor der Rentnerin mitreißen. Sie sprach über ihre plötzlich auftretende Bindehautentzündung mit folgender Hornhauteintrübung als 8-jährige. Wir, die Auszubildenden, konnten ihren nun völlig veränderten Lebensalltag mit all seinen Tücken und Problemen aufgrund ihrer detaillierten Beschreibungen gut nachvollziehen. Frau Finn erzählte sowohl aus medizinischer als auch aus psychologischer Sicht über ihre Bedenken und Ängste ihrer bereits drei zurückliegenden Hornhauttransplantationen. In wohl keinem Video oder Lehrbuch konnten wir bisher den Umfang einer solchen Krankheit erkennen und so gelang es ihr, dass Probleme wie die Weltwirtschaftskrise oder die globale Erderwärmung für einen Moment in völlige Vergessenheit gerieten. Zudem zeigte Frau Finn, die momentan auf die Transplantation des rechten Auges wartet, welche Hilfsmittel es für Sehbehinderte gibt. Dies nutzte vor allem einigen von uns etwas, die selbst privat den Umgang mit Sehbehinderten haben und zeigte den anderen Probleme, wie z.B. „das Eingießen heißer Getränke in eine Tasse“ hautnah. Wir hoffen, dass die Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband und dem OSZ Havelland auch in Zukunft aufrechterhalten wird und somit noch mehr Menschen zum Nachdenken angeregt werden können. Nochmals ein großes Dankeschön an Frau Finn und wir wünschen Ihr für die nächste anstehende Hornhauttransplantation viel Erfolg! Christian Wolfgram |
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