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Freisprechung Augenoptiker am 29.08.2008

Dankesworte und Abschlussrede von Grit Deuschle

Ich hab mal gegooglt, wie Augenoptiker definiert ist, ich fand folgendes; Zitatanfang
„Der Augenoptiker ist ein auf wissenschaftlicher Grundlage ausgebildeter Handwerker, der sich mit der Anfertigung, Anpassung, Verkauf und Beratung von Sehhilfen und Sehinstrumenten aller Art befasst. Augenoptiker ist ein Monoberuf. Er ist keiner Berufsgruppe zu- bei- über- oder untergeordnet. Nur die Augenoptiker sind ausgebildet, aller Arten von Fehlsichtigkeiten zu korrigieren.“ Zitatende.

Sehr geehrte Damen und Herren, Gäste, Mitglieder des Prüfungsausschusses, werte Schulleitung, Lehrer, liebe Eltern, Freunde mit dem heutigen Tag ausgelernte Augenoptikergesellin, ich, Grit Deuschle, habe heute die große Ehre, die Abschlussrede halten zu dürfen. Ich bin eine Frau und kann viel reden, doch ich versuche es nicht all zu ausführlich zu machen. Hier oben zu stehen ist ein tolles Gefühl, ich weiß gerade wie sich Ministerin Ziegler gefühlt hat, als sie auf meiner Jugendweihe ihre Rede gehalten hat. Mit dem Unterschied, sie redete von dem wie es sein könnte und ich rede von dem wie es war. Und es war so, dass wir uns am 22.08.2005 alle in der Sonnenstadt Rathenow, anderen auch als das Las Vegas des Ostens bekannt, zusammen fanden. Das war für alle, ohne Ausnahme, ein großer Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Schweren Herzens ließen  unsere Eltern uns ziehen, sie waren stolz, aber sicher auch ängstlich, ob das Kind das auch alleine schaffen wird. Alle haben wir uns verändert. Vor einiger Zeit hätte ich mir hier oben wahrscheinlich in die Hosen gemacht, ich war der Typ: lieb, nett und total schüchtern. Heute, 3 Jahre später, stehe ich hier oben voller Stolz als Typ: immer noch lieb und nett, aber schüchtern...? Die anderen werden zustimmen, wenn ich sage, dass ich mich zu einem durchgeknallten Küken entwickelt habe. Küken daher, ich bin die Jüngste im B- Turnus, in unserer Klasse. Ich möchte gern aus meiner Sicht erzählen, wie ich diese 3 Jahre erlebt habe. Die Schule hat uns zusammen geschweißt und das nicht nur als Klasse, sondern auch als Freunde. Freunde, die nicht nur im Wohnheim zusammen rumhängen und gegenseitig Hausaufgaben abschreiben. Nein! Freunde die sich auch in der Freizeit treffen, um auf Konzerte zu gehen, Diskotheken unsicher machen oder nur mal auf `nen Kaffee.
Wir haben in unseren 3 Jahren viel zusammen gemacht, aber auch durchgemacht... erinnert euch nur mal an die Weltmeisterschaft! Wir waren in der Musikbrauerei und haben das Spiel Deutschland gegen Italien auf dem riesigen Fernsehen verfolgt. Es war einfach der Hammer, wir haben gefiebert, gelitten und am Ende sind die Tränen geflossen, als wir doch noch 0:2 in der Verlängerung verloren haben.
So viel Spaß wie wir hier miteinander hatten, werden wir wohl nie mehr haben. Dazu beigetragen haben auch unsere Lehrer, da wären zum einen Herrn Muchin, der uns durch die optische Bockwurst gebracht hat und dessen Enkelin Hermine ein ganz bezauberndes Kind ist. Dann Herr Böhm, der mit uns gerne über Nachbarschaftsstreitigkeiten und Verbraucherrecht geplaudert hat. Dann Frau Scholz, die wir gerne im ersten Block des neuen Turnusses ausgefragt haben über Neuigkeiten im Havelland. Der Herr Kirchner, er hat uns den Austausch mit englischen Optikern über eine Internetplattform ermöglicht. Herr Wichterei, der es nicht einfach mit uns hatte, weil wir zu gerne mit ihm diskutiert haben. Herr Rempe, auch sie sind uns nicht Zeiss egal, obwohl sie uns am Anfang oft fragten, ob wir den richtigen Beruf gewählt haben.
Und unsere Klassenlehrerin die gute Frau Brandstäter, Frau Brandstäter sie waren die ganzen 3 Jahre an unsere Seite, haben mit uns gelacht und waren schon eine Ersatzmutti. Und das ist nicht böse gemeint, denn jeder braucht eine Mutti im Havelland. Wir sagen Danke für die 3 Jahre, die wir nicht verschwendet haben, sondern sinnvoll genutzt.
Danke, für ihr Verständnis und Danke für die Unterstützung, die wir jederzeit von Ihnen bekommen haben. An dieser Stelle ein großer Blumenstrauß als Dankeschön überreicht von Stefanie Affeldt.
So liebe Gäste sie denken sicher, wann ist das endlich zu Ende... aber ich bin ne Frau, wie schon gesagt.
Eins möchte ich noch los werden, um mich bei den Menschen zu bedanken die mich unterstützt haben, zum einen Herrn Kutscher, meinem Chef, sie haben mir in letzter Zeit sehr geholfen und ein besonderen Dank widme ich meine Eltern, ohne euch wäre ich nicht so weit gekommen. DANKE.
Nun wünsche ich aber viel Spaß, genießt den Abend...

Grit Deuschle

 

Klasse AUO 05b
Klasse AUO 05a
Gruppenbild
Jahrgangsbesten Yvonne Schneider (05a) und Nadine Schindler (05b)