Landesfachklasse für Augenoptiker des 1. Lehrjahres besuchten das Optikindustriemuseum in Rathenow in 90 min
Wenn man wie Wir in einer so Geschichtsreichen Stadt wie Rathenow zur Schule geht und dann auch noch den Beruf des Augenoptikers (wohl bemerkt in der Stadt der Optik) erlernen möchte, dann gehört natürlich mindestens ein Besuch im städtischen Optikmuseum dazu.
Am 25.11.2008 war es nun endlich auch für uns so weit, denn leider hatten wir es nicht im ersten Turnus geschafft. Nach dem dritten Block trafen Wir uns mit Frau Brandstäter vor dem Kulturzentrum. Als wir dann die Stufen bis zum Eingang des Museums erklommen hatten, waren wir vor Wissenshunger kaum noch zu bändigen.
Nach kurzer Absprache stand fest, dass es sich für uns ergiebiger darstellt Frau Brandstäters Führungsangebot anzunehmen, woraus sich für uns drei Vorteile ergaben. Punkt Eins: Erzählen geht schneller als Lesen, somit gibt’s mehr Informationen in kürzester Zeit, Punkt Zwei: Die Informationen sind bereits auf ein informatives und wissenswertes Maß komprimiert und Punkt Drei: Man konnte mehr in der Praxis sehen, da Frau Brandstäter im Laufe der vorangegangenen Besuche so ziemlich jedes Geheimfach für sich entdeckt hat.
Zunächst erfuhren wir, wer Rathenow zu dem gemacht hat was es heute ist, die Stadt der Optik.
Johann Heinrich August Duncker nicht nur ein langer, sondern auch bedeutsamer Name für uns. Er bewirkte durch sein Schaffen und seine Erfindung, dass sich in Rathenow die optische Industrie ansiedelte, wo sie in großen Teilen bis heute verblieben ist.
Des Weiteren erkannten wir nach kurzem Hinweis, den Aufbau des Museums, welcher den Spektralfarben nachempfunden wurde, um eine Verbindung zwischen Design und Inhalt zu schaffen.
Dann stiegen wir auch schon ein wenig tiefer in die Materie ein.
Man konnte sehen, wie viele Schritte schon geschehen sind, bevor wir im Optikergeschäft das Rohglas in der Hand halten und wie aufwändig sich diese Herstellung gestaltet. Da können auch unsere Kollegen von der Verfahrensmechanik für Brillenoptik froh sein, dass sie diesen Beruf in der heutigen Zeit ausüben. Zumal man in den Anfängen noch in diesem Bereich von Kinderarbeit profitiert hat, konnte schließlich schon ein 7-jähriger die Schleifmaschine bedienen.
Es folgten einige Laserexperimente zur Verdeutlichung unserer vorangegangenen Unterrichtsthemen, der Reflexion und Lichtbrechung.
In der wenigen verbleibenden Zeit machten wir nur kurz einen Abstecher in die Geschichte der Brillenmode und die Welt der Ferngläser und Mikroskope, wo wir auch noch einiges auszuprobieren hatten.
Zum Abschluss und als Souvenir wurde noch ein Gruppenbild geschossen und wir beendeten unseren ersten, aber sicherlich nicht den Letzten Besuch des Optikmuseums in Rathenow, denn 90 min genügen nicht für so viel Vergangenheit.
OSZ Havelland
Daniela Koll
Augenoptiker Azubi |