Exkursion zur Deutschen Bundesbank in Berlin
Im Grundkurs Rechnungswesen der gymnasialen Oberstufe steht in Jahrgangsstufe 11 bis 13 permanent der fiktive Umgang mit Zahlungsmitteln im Vordergrund. Um uns darüber zu informieren, wodurch die von dem europäischen System der nationalen Zentralbanken herausgegebenen Banknoten gekennzeichnet sind und welche „Gefahren“ beim Umgang mit ihnen lauern, führten wir, der Grundkurs Rechnungswesen der Jahrgangsstufe 13, mit unserer Fachlehrerin, Frau Lehmann, eine Exkursion am 11. Februar 2009 zur Deutschen Bundesbank nach Berlin-Charlottenburg durch.
Hier nahmen wir an einer Falschgeldschulung, die von R. Heimann, einem Mitarbeiter der Deutschen Bundesbank, mit viel Engagement geleitet wurde, teil.
Zuerst erklärte er uns anhand einer PowerPoint-Präsentation und echten Banknoten, wie ein Geldschein optisch aufgebaut ist. Dabei werden drei wesentliche architektonische Elemente aufgegriffen: Fenster, Tore und Brücken. Dabei erfuhren wir, dass die abgebildeten Motive keine tatsächlich existierenden Bauwerke darstellen, jedoch Sinnbilder diverser Epochen sind. Beim Entwerfen der Motive wurde darauf geachtet, dass mit der ältesten Epoche (5 €-Schein = Klassik) begonnen und mit der jüngsten (500 €-Schein = Moderne Architektur des 20.Jhd.) abgeschlossen wird.
Darüber hinaus erläuterte er, woran man „Blüten“(Falschgeld) erkennt. Dazu zeigte er uns die fühl-, seh- und kippbaren Sicherheitsmerkmale der Banknoten.
1.Fühlen
Fühlen Sie die erhabene Oberfläche: Besondere Drucktechniken verleihen den Banknoten ihre einzigartige Struktur. Die Abkürzung der Europäischen Zentralbank, die Wertzahlen und die Abbildungen der Fenster bzw. Tore heben sich von der Oberfläche ab. Bitte beachten Sie, dass durch Alter und Abnutzung einige dieser Eigenschaften teilweise verloren gehen können.
2. Sehen
Sehen Sie die Banknote im Gegenlicht an: Das Wasserzeichen, der Sicherheitsfaden und das Durchsichtsregister werden sichtbar. Alle drei Merkmale sind sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite echter Banknoten zu erkennen.
3. Kippen
Kippen der Banknote: Als Hologramm erscheint auf der Vorderseite der Banknoten das Euro-Symbol und die Wertbezeichnung im Folienstreifen (bei den niedrigen Stückelungen) bzw. das Architekturmotiv und die Wertbezeichnung im Folienelement (bei den hohen Stückelungen). Auf der Rückseite wird beim Kippen der Banknote der Glanzeffekt des aufgebrachten Iriodinstreifens sichtbar (bei den niedrigen Stückelungen) bzw. die optisch variable Farbe (bei den hohen Stückelungen).
Anschließend gab er uns echte und gefälschte Banknoten, die
wir zu unterscheiden versuchten. Dazu stellte er uns technische Hilfsmittel wie eine UV- Lampe zur Verfügung. Mit dieser entdeckten wir, dass die echten Geldscheine aufgrund von fluoreszierenden Farben leuchten und kleine Splitter eingearbeitet sind.
Während des Vortrages gab er uns einige Zeitungsartikel, mit denen er uns demonstrieren wollte, wie populär das Drucken von Falschgeld heutzutage ist.
Am Ende bekamen wir von Herrn Heimann noch ein Buch über die Geldpolitik, einige Broschüren und mehrere kleine Tüten mit geschredderten Fehldrucken.
Mit einem „Viel Spaß und Glück beim Zusammensetzen“ verabschiedete er uns. Abschließend können wir sagen, dass es für uns ein sehr interessanter und lehrreicher Ausflug war und danken Herrn Heimann für seinen unermüdlichen Einsatz.
Anita Hermann
Karen Hölzel
Silke Zeglin
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