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Projektunterricht: Europa im Blick- Schule und Wirtschaft Nach Einschätzung der Bundesschülerkonferenz haben Jugendliche zur Zeit geringe Kenntnisse über die Europäische Union. „Man weiß, dass man keine Pässe mehr vorzeigen muss, und das man fast überall mit dem Euro bezahlen kann. Aber das war es meistens auch schon“, so Schülersprecher Christopher Schuldes. Dieser Tatsache entgegen zu wirken ist u.a. auch das Anliegen des OSZ Havelland, was nicht zuletzt auch schon der Besuch des Brandenburgischen Europaabgeordneten Norbert Glante am Schulteil Premnitz vor einigen Wochen bewiesen hat. Partner fanden wir in unserem Fall in der Gesellschaft für Europa- und Kommunalpolitik (GEKO)e.V. und der bbw Akademie für Betriebswirtschaftliche Weiterbildung GmbH, die im Rahmen eines vom Europäischen Sozialfonds geförderten Projekts, Unterrichtsveranstaltungen an Schulen mit dem Ziel durchführen, in zwei eng miteinander verbundenen Informationseinheiten theoretische Grundlagen der EU unter besonderer Berücksichtigung des Europäischen Sozialfonds (ESF)zu erläutern, währenddessen im zweiten Teil Unternehmungen oder andere arbeitsmarkpolitische Akteure aufgesucht und die Umsetzung der ESF- Förderung am praktischen Beispiel vor Ort erkundet werden soll. Am Montag, den 19.05.08 hatten wir, die Schüler der Fachabiturklassen Technik FOS 06/07 und FOS 07/08,die unter anderem einen Teil der zweijährigen Ausbildung in brandenburgischen Unternehmen mit Praktika verbringen, darum Herrn Heinicke von der GEKO e.V. an unser OSZ Havelland nach Friesack gebeten, uns vertiefende Einblicke in die Funktionsweise der Strukturen der EU zu geben. Das Thema „Europa und die Europäische Union“ hatte uns zuvor schon im Unterricht historisch, territorial und parteiendemokratisch beschäftigt. In jeweils 2 Unterrichtsstunden erhielten wir jetzt noch einmal Aussagen zur Geschichte, zu organisatorischen Fragen, Finanzierungen u.a. durch den Europäischen Sozialfond und dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE). Unser Referent nannte es „Investitionen in Köpfe bzw. Steine“. Herr Heinicke versuchte dabei immer wieder einen aktuellen Bezug zu finden, u.a. auch mit dem Verweis darauf, dass auch bei der Renovierung unserer Schule, finanzielle europäische Unterstützungen geholfen haben, den Unterricht weiterhin auf hohem Niveau zu führen. Die 4 Grundfreiheiten/ Kriterien von den derzeit 37, die zur Aufnahme in die EU berechtigen, kamen ebenso allgemein wie am Beispiel der Türkei zur Sprache. Wir erfuhren, dass weniger als 75 % des BIP ein Kriterium für eine Förderung durch den ESF mit dem Ziel der Angleichung von Arbeits- und Lebensbedingungen sind. Gleichzeitig machte er auf die zukünftigen Arbeitsmöglichkeiten in einem (ost)erweiterten Europa aufmerksam. Nicht nur bei uns in Deutschland wird es, bedingt durch die Altersstruktur, einen Fachkräftemangel geben. Da einige Jugendliche von uns zukünftig studieren wollen, verwies er ebenfalls auf die notwendigen Sprachkenntnisse, mit denen es sich vor Ort leichter arbeiten lassen werde. Leider hatte bisher keiner von uns ein Praktika in einem europäisch geförderten Unternehmen durchgeführt. Deshalb wird es, wie eingangs erwähnt, einen zweiten Teil, organisiert von der bbw Akademie für Betriebwirtschaftliche Weiterbildung GmbH geben, in welchem wir uns ein durch den ESF geförderten Betrieb ansehen. Hier bieten sich solche großen Unternehmen wie die Rathenower Optischen Werke, in denen auch Jugendliche unseres OSZ HVL ausgebildet werden, oder das Bosch- Siemens Hausgerätewerk in Nauen an, in dem jährlich ca. 700000 Waschmaschinen/ Trockner das Haus verlassen, und welches schon vor Jahren für die Einführung der schlanken Fertigung ( lean production) prämiert wurde. |
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