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Druckprüfung bei Klinger-Dichtung

Aufgabenstellung

Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichtes sollten durch eine Schülergruppe mehrere neu entwickelte, verstellbare Dichtungen KGS/VD auf ihre Dichtigkeit bei niedrigstem Anzugsmoment (Anfangswert 20 Nm) und einem maximalen Druck von 25 bar in einem Langzeitversuch über das Schuljahr 2006/2007 durchgeführt werden.
Die Aufgabenstellung umfasst dabei folgende Schwerpunkte:
• Auswahl der benötigten Pumpe für die Versuchsdurchführung mit einem maximalen Druck von mindestens 50 bar
• Auswahl eines Drehmomentenschlüssels mit maximal 150 Nm
• Zusammenbau des Versuchsstandes bei unterschiedlichen Verdrehungen des variablen Dichtung (45° und 90°) und sich steigernden SSchraubenanzugsmomenten
• Aufbringen eines entsprechenden sich steigernden Prüfdruckes bis zum jeweiligen Versagen der Dichtung
• Auswertung der Versuche und Hinweise auf Funktionsprobleme

Ergebnis

Das grundlegende Ergebnis der Untersuchungen war ein positives, wenn auch nicht immer alle Erwartungen erfüllt wurden.
Zuerst ein paar Worte zu den Dichtungen.
Bei den kleinen Rohrdurchmessern bis DN 200 gab es bei einer Verdrehung von 90° keine Probleme bis zu 25 bar bei entsprechendem Anzugsmoment von wenigstens 80 Nm.
Bei den großen Durchmessern ab DN 300 zeigten sich auf Grund der benötigten hohen Anzugsmomente von über 120 Nm Verquetschungen und Verschiebungen an der Dichtfläche zwischen den beiden Dichtungsteilen und damit auch Undichtheiten bei Drücken über 10 bar. Die Verquetschungen kommen zustande durch den sehr hohen Gummianteil an der dicksten Dichtungsstelle. Sie könnten nur reduziert werden durch eine noch härtere Gummimischung, was aber die Herstellung, speziell das Ausformen stark erschweren würde, oder durch einen kleineren Ausgleichswinkel zwischen den Flanschen.
Bei der Versuchsdurchführung haben wir festgestellt, das der kompakte, stehende Versuchsstand für den Ablauf der Versuchsreihe ungünstig war, da bei Ausfall der untersten Dichtung stets der gesamte Aufbau demontiert und immer wieder neue nicht benutzte Dichtungen eingesetzt werden mussten.
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Fortführung der Versuche mit um 180° verdrehten Dichtungen und einem geteilten Versuchsstand (kleine und große Durchmesser).

(Herr Philipp - Abteilung 2)

 
Befüllen der Versuchsanlage
 
Aufsetzen des dritten FFR-Stücks