„Zug der Erinnerung“ im Bahnhof Rathenow am 10./ 11.04.2008
Heute besuchten wir, die Augenoptiker und die Verfahrensmechaniker für Brillenoptik den „Deportationszug“ zur Erinnerung an die Judenverfolgungen im 2. Weltkrieg. Dieses Thema sollte nicht vergessen werden, denn das nationalpolitische Gedankengut ist noch heute in vielen Köpfen fest verankert. Sogar heute noch werden Morde an anders denkenden oder anders aussehenden Menschen verübt. Die Gesellschaft schaut einfach weg und es scheint so, als ginge es niemanden etwas an. Damit nicht wieder so ein riesiger Völkermord passiert sollte jeder daran erinnert werden, wie grausam diese Morde unter Adolf Hitler abgelaufen sind.
Rund 63 Jahre nach Kriegsende startete in Frankreich das Projekt „Zug der Erinnerung“, eine Idee, welche auch in Deutschland auf positive Resonanz stieß. Seit November 2007 fährt der „Zug der Erinnerung“ durch Deutschland und war am 10./11.04.2008 im Bahnhof Rathenow.
Der “Zug der Erinnerung“ schildert viele menschliche Schicksale, informiert insbesondere über die deportierten Kinder und Jugendlichen. Anhand einer Europakarte wurde der Streckenverlauf der „Deportationszüge“ visualisiert.
Mit erschütterten Bildern, über Tode am Wegesrand und Kindern mit leeren Augen, Postkarten und letzte Briefe von Kindern an ihre Eltern wurden Einzelschicksale zu Beginn der Ausstellung dokumentiert. Zahlreiche Bilddokumente zeigen Menschen, welche den Terror der Hitler Anhänger nicht überlebten. Erinnerungen an Zeiten, die wohl keiner von uns selbst durchleben möchte. Erinnerungen an Menschen wie wir, aus Fleisch und Blut. Bilder die uns zu Tränen rührten und uns stark zum Nachdenken anregten. Dadurch war es möglich sich einen kurzen Einblick davon zu machen, wie die einzelnen Menschen gelebt und umgebracht wurden. Ein Film zeugt davon, war für Ängste die Menschen gehabt haben müssen.
Auch wurde die Seite der Täter beleuchtet, die skrupellos daran arbeiteten, den Streckenverlauf von Deportationszügen zu planen und abzusichern. Jeder deportierte musste selbst dafür noch bezahlen.
Im zweiten Teil der Ausstellung befanden sich Gedenksteine und Bilder von Schülern verschiedenster Schulen und Altersklassen. In Ordnern wurden Geschichten von Grund- und Hauptschülern dargestellt, welche sehr zum nachdenken anregten. Über ein Suchregister war es möglich, unter dem eigenen Familiennamen nachzuforschen, ob und wie viele Juden verfolgt und umgebracht wurden.
Zum Abschluss der Exkursion diskutierten wir über das Vergangene, die Judenverfolgung und über das Jetzt, neonazistische Anschläge und unsere Gesellschaft. Die beschrieben Schicksale müssen uns daran erinnern, dass eine solche Zeit nie wieder kommen darf.
Die Schüler der genannten Klasse |