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Da geht jedem ein Licht auf

Frische Ostseeluft, groß Schiffe und Möwen – wir sind in Warnemünde.
Ein Bus fuhr die Verfahrensmechaniker und Augenoptiker des 1. Lehrjahres in Begleitung von Mitgliedern des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Westhavelland in die Hafenstadt.
Ziel war der Leuchtturm Warnemünde und dessen Leichtapparat, zu dem uns extra Zutritt gewährt wurde.
Der mühevolle Aufstieg von 135 Stufen in 34 Meter über den Meeresspiegel zahlte sich nicht nur mit einer grandiosen Aussicht aus. Die Geschichte und der Aufbau des Leuchtturms wurde in einem Vortrag von Herrn Luttermann dargestellt. Als Orientierungsfeuer dient der Leuchtturm Warnemünde der Schifffahrt zur Ortsbestimmung auf offener See, sowie zur Aussteuerung von Rostock/Warnemünde.
Der 110 Jahre alte Turm kostete damals rund 95 000 Reichsmark – ca. zweidrittel davon wurde nur in die Leuchtfeuertechnik investiert. Das Zusammenwirken der optischen Bauelemente Fresnellinse mit einer Brennweite von 700 Millimetern sowie den Spiegel mit einem Durchmesser von 120 Millimetern erreicht eine Tragweite des Leuchtfeuers von 24 Seemeilen. Uns wurde sogar die Möglichkeit geboten in das Linsensystem zu gehen und die beiden 250 Watt starken Halogenmetalldampfleuchten zu betrachten.
Wir genossen noch einige Sekunden die Aussicht und stiegen wieder hinab in das Touristengetümmel. Nach einiger Zeit am Ostseestrand und einem obligatorischen Fischbrötchen ging es am frühen Abend für die Auszubildenden des OSZ Havelland nach Hause.

Eric Reiß
AUO 07b