Bericht zur Exkursion in das Gefängnis der Staatssicherheit
Wir, die Klasse Bük 07b, fuhren am Mittwoch, den 28. Juni 2008 in die Gedenkstätte der Lindenstraße 54. Dort befindet sich recht unscheinbar das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit. Um 09:45 versammelten wir uns vor dem Gebäude und die Lehrer nahmen uns dort in Empfang. Kurze Zeit später begrüßte uns Frau Eich, die Leiterin der Gedenkstätte, und führte uns in den Vorstellungsraum. Dann gab sie uns einen Überblick über den Tagesablauf, der mit einem historischen Rückblick über das Gebäude begann. Später folgte ein Rundgang durch die ehemaligen Gefängnistrakte. Als letztes hörten wir ein Zeitzeugengespräch einer ehemaligen Gefangenen.
Diesen Projekttag führten wir im Rahmen des WISO-Unterrichts durch, da wir zurzeit das Thema „Deutschland nach 1945“ behandeln. Uns begleiteten die KIE 06a und als Lehrer waren Frau Niemann, in Vertretung für Frau Warsow, und Herr Koberling dabei.
Als wir uns dann im Vorstellungsraum versammelt hatten, begann der umfangreiche Vortrag über die Geschichte des Hauses. Frau Eich ging dabei insbesondere auf die Zeit ein, in der das Haus als Stasigefängnis genutzt wurde. Um dieses Thema besser veranschaulichen zu können, zeigte sie uns einen Film über die Machenschaften der Staatssicherheit in privaten Wohnungen von so genannten „Staatsfeinden“.
Nach der umfangereichen Vorbereitung auf dieses Thema begann dann der Rundgang durch den Gefängnistrakt. Dieser begann auf dem Hof, wo Frau Eich uns die einzelnen Häuser und die Überwachungstechnik näher erklärte. Anschließend gingen wir in den Keller, wo wir die Nachbildungen der Zellen betrachten durften. Danach folgte die Führung durch den ersten, zweiten und dritten Stock. Außerdem zeigte sie uns die Freilaufzellen auf dem Hof.
Wenig später versammelten wir uns alle in der Kapelle und Frau Eich gab uns Gelegenheit Fragen zu stellen. Als alle Fragen geklärt waren, folgte eine Mittagspause.
Um halb eins trafen wir uns in der Kapelle wieder und das Zeitzeugengespräch mit Frau Klar begann. Sie erzählte einige Details über ihren bewegenden Fluchtversuch aus der DDR, die anschließende Verhaftung und das Leben in einem Stasigefängnis. Zwischendurch hatten wir immer wieder Gelegenheit unsere Fragen zu stellen. Nach diesem Gespräch endete der Projekttag für uns um 14:00 Uhr. |