| Aktivitäten Exkursionen |
| „Die schlimmste Erfahrung meines Lebens“ Exkursion der KfB 07a zur Gedenkstätte für Opfer politischer Gewalt in Potsdam „Wer bei uns
sitzt, ist schuldig“ klingt doch wie der Titel eines Thrillers,
in dem Joachim Stern die Hauptrolle spielt. Wir, die Schüler des
Oberstufenzentrum Havelland treffen den bekannten Schauspieler, aber nicht
auf dem roten Teppich zur Filmpremiere, sondern in Potsdam, Lindenstraße
54, der Gedenkstätte für Opfer politischer Gewalt. Von Arlene Warminski, Eileen Hilber, Kathrin Zobel, Frederike Moritz, Frederike Meißner |
||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|
Arbeitsauftrag: Gedenkstätte
Lindenstraße |
|
| Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt im 20. Jahrhundert Die bedrückenden Schicksale der Betroffenen sind ein Thema in der Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt. Das 1737 erbaute Palais wurde 1809 zum ersten Tagungsort der freigewählten Stadtverordnetenversammlung. Seit 1820 nutzte das Stadtgericht das Gebäude als Gefängnis und Gericht. Während der NS-Diktatur waren hier Verfolgte inhaftiert, ein Erbgesundheitsgericht verurteilte Menschen zu Zwangssterilisationen. Widerstandskämpfer wurden vom Potsdamer Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Verfolgte des sowjetischen Geheimdienstes wurden hier auch 1945 – 1952 eingesperrt und zu langjährigen Haftstrafen aber auch zum Tod verurteilt 1952-1989 wurden politische Häftlinge des DDR-Staatssicherheitsdienstes in diesem Haus inhaftiert. Erhalten geblieben ist die Häftlingskartei der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Potsdam. Danach wurden hier bis zur Wende 7.000 Menschen als Untersuchungshäftlinge eingesperrt, davon fast 1.000 Frauen. Nahezu allen wurden politische Delikte vorgehalten: Spionage, Sabotage, Diversion, staatsfeindliche Hetze, Republikflucht, Beeinträchtigung staatlicher und gesellschaftlicher Tätigkeit. Seit Februar 2007
gibt es eine ständige Ausstellung über die Geschichte dieses
Ortes als sowjetisches Geheimdienst- und Stasi-Untersuchungsgefängnis.
Diese Ausstellung wurde vom Potsdam-Museum und dem Zentrum für Zeithistorische
Forschung gemeinsam erarbeitet. von Marie – Christine Grashof, Anja Petrasch, Marcel Lerche |
|
![]() |
![]() |