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Bohren und Brunnenbau in Torgau - BLZ Geotechnik

Am 04.09 2007 fuhren die Brunnenbauer und Spezialtiefbauer des 3. Ausbildungsjahres SPT05a und die Fachlehrer Herr Teubner und Herr Philipp zu einer Betriebs- und Baustellenbesichtigung nach Torgau.
Wir wurden von Herrn Olaf Speichert auf dem Betriebsgelände empfangen. Er führte uns durch die Hallen und über das Freigelände. Dabei erläuterte er Aufbau und Einsatzgebiete der Maschinen und Geräte.
Danach fuhren wir zu den Baustellen.

1. Baustelle Wasserfassung Torgau Ost in den Elbwiesen gelegen

In den Elbwiesen (Überschwemmungsgebiet) stehen etwa 350 Brunnen auf 30 km verteilt. Es werden die nicht mehr leistungsfähigen Brunnen durch neue ersetzt. Die Bohrungen für die neuen Brunnen werden bevor die alten Brunnen außer Betrieb gehen bis etwa 50 m teleskopiert (bis 21m DN 900; bis 44 m DN 600; bis Endteufe DN 400) abgeteuft. Das Bohren erfolgte mit einem Schäferkran (3,5 t). Mit Hilfe von Pressstempeln, die in eine Pressgrube eingelassen wurden, können die Unterschiedlichen Rohrtouren ein- und ausgepresst werden. Die Wasserförderung erfolgt durch Unterwasserpumpen, die in entsprechender Tiefe eingebaut werden.
Es wurden verschiedene Ausbaustufen (4 Brunnenstandorte, siehe Fotos) besichtigt und die wichtigsten technischen Merkmale erläutert. Besonders interessant war die bauliche Ausführung von druckwasserdichten Brunnenstuben, die für die Überflutungsebenen der Elbaue vorgeschrieben waren.

2. Baustelle Wasserfassung Thallwitz Süd in den Talauen der Mulde

Die Brunnen (Brunnengalerie von 150 Fassungen), die Uferfiltrat aus der Mulde nutzen, werden zum Teil in der vierten Generation auf dem gleichen Standort genutzt.
Sie werden nach dem Greiferbohrverfahren mit einer 900 mm Verrohrung überbohrt. Der alte Ausbau aus Tonrohren wird durch einen Edelstahlausbau ersetzt. Die Teufe dieser Brunnen beträgt ca. 11 bis 12 m. Die Wasserförderung erfolgt als Heberbrunnen bei denen das Vakuum im Wasserwerksgebäude erzeugt wird.
Es wurden zwei Ausbaustufen erläutert und besonders auf die Reste des alten Ausbaus im Bohrgut (Bodenproben, siehe Fotos) hingewiesen.

(Herr Philipp - Abteilung 2)